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Tauschen statt kaufen am Glarner Kleidertausch

Autorenbild: Lisa Hämmerli
Lisa Hämmerli
vor 3 Tagen
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Was für die einen ausgedient hat, kann für andere zum neuen Lieblingsstück werden. Am Samstag, 31. Oktober 2026, laden wir von 10 bis 15 Uhr zum Kleidertausch ins reformierte Kirchgemeindehaus Glarus ein. Der Anlass bietet die perfekte Gelegenheit, den eigenen Kleiderschrank auszumisten, neue Outfits zu entdecken und Ressourcen zu schonen.



Ein voller Kleiderschrank und trotzdem nichts anzuziehen? Dieses Gefühl kennen viele. Gleichzeitig kaufen wir immer mehr Kleider, tragen sie oft nur wenige Male und sortieren sie wieder aus. Die Folgen unseres Kleiderkonsums sind beträchtlich. Allein in der Schweiz werden gemäss Bundesamt für Umwelt jährlich rund 63'000 Tonnen Alttextilien separat gesammelt. Weitere rund 36'700 Tonnen landen im Haushaltkehricht. Zusammen entspricht dies rund elf Kilogramm Alttextilien pro Person und Jahr. Dabei ist der Grossteil davon noch gut erhalten.


Hinter jedem Kleidungsstück stehen Menschen

Die Auswirkungen unseres Kleiderkonsums reichen weit über die Schweiz hinaus. Ein tragisches Beispiel dafür ist der Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza in Bangladesch 2013. Beim Unglück kamen 1'138 Menschen ums Leben, mehr als 2'500 wurden verletzt. Hinter jedem Kleidungsstück stehen Menschen, deren Arbeits- und Lebensbedingungen wir beim Einkauf kaum wahrnehmen. Die Verantwortung für faire und sichere Arbeitsbedingungen liegt bei den Unternehmen. Doch indem wir Kleider länger tragen, reparieren und weitergeben, reduzieren wir direkt den Bedarf an neuen Produkten und den damit verbundenen Ressourcenverbrauch.


Ein zweites Leben für unsere Kleider

Aus diesem Grund organisieren wir auch dieses Jahr den Glarner Kleidertausch. Dieser bietet die Möglichkeit, die Lebensdauer von Textilien zu verlängern und gleichzeitig den eigenen Kleiderschrank aufzufrischen. Denn die umweltfreundlichsten Kleider sind diejenigen, die bereits produziert wurden.

Auch politisch gewinnt das Thema an Bedeutung. Seit Juli 2026 dürfen grosse Unternehmen in der EU unverkaufte Kleidung grundsätzlich nicht mehr vernichten. In der Schweiz gibt es bisher keine vergleichbare Regelung. Umso wichtiger sind Initiativen, die Wiederverwendung und einen bewussten Umgang mit Textilien fördern.



Gemeinsam stöbern, tauschen und Neues entdecken

Beim Glarner Kleidertausch steht neben der Ressourcenschonung vor allem die Freude am gemeinsamen Entdecken im Mittelpunkt. Der Anlass ist auch die perfekte Gelegenheit, den eigenen Kleiderschrank auszumisten. Wir nehmen gut erhaltene, hochwertige Kleidung entgegen. Auf die Annahme von Billigmode wird bewusst verzichtet. Kleiderspenden können ab sofort an folgenden Standorten abgegeben werden:

  • Mollis: Rosenhofstrasse 50

  • Glarus: Rautiweg 2


Ein bewusster Umgang mit Ressourcen muss weder kompliziert sein, noch Verzicht bedeuten. Im Gegenteil: Wer Kleider tauscht, schont das Portemonnaie, entdeckt Neues und bringt Menschen zusammen.




 
 
 

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