• Lisa Hämmerli

Landrat: Das Umweltrating geht weiter

Mitte Mai haben die Glarner:innen die 60 Mitglieder des Landrats gewählt. Fünf Glarner Umweltorganisationen haben sich zusammengeschlossen und das Umweltrating initiiert. Mit grossem Interesse werden die Umweltorganisationen die Landratsdebatten in dieser Legislatur verfolgen. Mit der Fortsetzung des Umweltratings schaffen sie mehr Transparenz.

Im Vorfeld zu den Landratswahlen vom 15. Mai 2022 hat ein Zusammenschluss aus fünf lokalen Organisationen alle Parteien dazu eingeladen, ihre Kandidierenden über die Möglichkeit der Teilnahme am Umweltrating zu informieren. Die Verbände haben einen ein Katalog mit wichtigen Fragen zu aktuellen Themen im Kanton zusammengestellt, die für den Umwelt- und Naturschutz relevant sind. 78 Kandidierende haben am Rating teilgenommen. Die Organisatoren freuen sich über die hohe Teilnahme und bedauern einzig, dass keine Kandidat:innen der FDP und SVP teilgenommen haben.


Mehr Transparenz bei Umweltthemen in der kommenden Legislatur

Die Glarner Verbände VCS, Pro Natura, WWF, BirdLife sowie der Verein KlimaGlarus.ch werden die Debatten im Landrat verfolgen und informieren in die nächsten vier Jahren über umweltrelevante Entscheide. Der Landrat wird in dieser Zeit über wegweisende Gesetze beraten. Die Transparenz ist besonders wichtig, damit die Bevölkerung die Wahlversprechen auch überprüfen können. Ausserdem sind seit Januar 2022 die Landratsdebatte und Abstimmungen über das audiovisuelle Archiv auf www.gl.ch öffentlich und unkompliziert zugänglich .


Wegweisende Wahl im Mai 2022

«Die Wahl des Landrats ist wichtig für die Umwelt», sagt Lisa Hämmerli, Co-Präsidentin von KlimaGlarus.ch. «Die Landrätinnen und Landräte stellen die Weichen, wie sich der Kanton in den Themen Klima- und Naturschutz positioniert.» Barbara Fierz, Geschäftsführerin von Pro Natura Glarus ergänzt: «Wir brauchen im Landrat Menschen, die tragfähige Lösungen suchen, um den Artenverlust zu stoppen und das Klima zu schützen.»


Transparenz dank Umweltrating

Das Umweltrating wird für den Landrat im Kanton Glarus analog zum Nationalrat in einheitlicher Methodik ausgewertet. Die Profile und Antworten der Kandidatinnen und Kandidaten sind auf www.ecorating.ch veröffentlicht. Die Ergebnisse des Abstimmungsverhaltens werden in den nächsten vier Jahren auch auf den Webseiten der Glarner Verbände und Vereine von WWF, Pro Natura, VCS, BirdLife sowie auf den Kanälen von KlimaGlarus.ch veröffentlicht.